Abbau der Virtualisierungsbarrieren

Red Hat stellt Virtualisierungsstrategie und Roadmap für 2009 vor

Den Grundsätzen der Open-Source-Transparenz getreu hat Red Hat einen ersten Einblick in seine Pläne für seine Server-, Client- und Managagementprodukte gegeben. Durch eine signifikante Erweiterung und Verbesserung dieser Produkte sollen die Voraussetzungen für eine lückenlose Realisierung der Virtualisierung im ganzen Unternehmen geschaffen werden.

Das Hauptaugenmerk gilt dem Abbau von Barrieren, die bisher eine zuverlässige Realisierung der Virtualisierung in großem Umfang verhindern. Red Hat sieht vor, eine leistungsstarke, sichere und leicht zu verwaltende Infrastruktur für Unternehmen bereitzustellen, in die Rechenzentren sowie interne und externe Clouds, über die ein Großteil der Workloads abwickelt wird, eingebunden sind. Mit dieser Infrastruktur werden die Argumente gegen die Virtualisierung entkräftet:

  • Kosteneffizienz
  • Skalierbarkeit
  • Verwaltbarkeit
  • Zuverlässigkeit

Red Hat ISVs sind bereit für die Virtualisierung:

Red Hat hat außerdem bekannt gegeben, dass sein aus über 3.000 zertifizierten Anwendungen bestehendes Verbundnetz zur Ausführung auf Red Hat Enterprise Virtualization zertifiziert ist.
Weitere Informationen:

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Roadmap für die Virtualisierung

Red Hat hat in der Virtualisierungsbranche dank der folgenden Produkte und strategischen Entscheidungen eine führende Position inne:

  • Red Hat Enterprise Linux 5 Bei dieser führenden Open-Source-Virtualisierungslösung in kommerzieller Qualität ist die Virtualisierungstechnologie in das Betriebssystem integriert.
  • Akquisition von Qumranet: Mit der Akquisition von Qumranet und dessen KVM- und SolidICE-/SPICE-Managementtechnologien im September 2008 wurden die Voraussetzungen für die nächste Generation der Virtualisierung geschaffen.

Red Hat beabsichtigt, seinen Kunden mit dem neuen Red Hat Enterprise Virtualization-Portfolio ein vollständiges Sortiment an Virtualisierungslösungen anzubieten, mit deren Hilfe sämtliche Workloads eines Unternehmens auf einer gemeinsamen Infrastruktur ausgeführt werden können. Die einzelnen Produkte des Portfolios werden im Lauf der nächsten drei bis 18 Monate nach und nach verfügbar gemacht. Zu den Produkten gehören unter anderem:

  • Red Hat Enterprise Linux

    Die Strategie für die künftige Entwicklung des Virtualisierungsproduktportfolios von Red Hat beruht auf der KVM-Technologie. Damit ist Red Hat der einzige Virtualisierungsanbieter, der eine als Teil des Linux-Betriebssystems entwickelte Technologie nutzt. Vorhandene Xen-basierte Implementierungen werden während der gesamten Lebensdauer von Red Hat Enterprise Linux 5 unterstützt. Red Hat stellt außerdem eine Vielfalt von Tools und Diensten bereit, die die Migration von Red Hat Enterprise Linux 5 Xen-Implementierungen zu KVM erleichtern.
  • Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Server

    Eine neue, funktionsreiche Virtualisierungsmanagement-Lösung für Server, die als erstes Open-Source-Produkt in der Branche eine vollständig integrierte Verwaltung über virtuelle Server und virtuelle Desktops zulässt. Zu den Funktionen gehören unter anderem Live-Migration, hohe Verfügbarkeit, System-Scheduler, Power Manager, Image Manager, Snapshots, Thin Provisioning, Monitoring und Reporting.
  • Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Desktops

    Ein neues Managementsystem für virtuelle Desktops, das ein branchenführendes VDI-Preis-/Leistungsverhältnis sowohl für Linux als auch für Windows Desktops liefert. Das System basiert auf SolidICE von Qumranet und nutzt die Remote-Rendering-Technologie SPICE.
  • Red Hat Enterprise Virtualization Hypervisor

    Ein neuer eigenständiger Hypervisor speziell für Partner und Kunden von Red Hat, die eine einfache, leichtgewichtige, leistungsstarke Virtualisierungsgrundlage für Gastumgebungen wünschen.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

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Was gibt Red Hat bekannt?

Red Hat kündigt eine umfangreiche Erweiterung seines Virtualisierungsproduktportfolios unter dem Markennamen "Red Hat Enterprise Virtualization" an. Bei der Entwicklung dieses Portfolios stützt sich Red Hat auf sein vorhandenes Know-how im Bereich Virtualisierung. Neben einer neuen Technologiebasis werden virtuelle Desktop-Fähigkeiten und Verwaltungsmöglichkeiten für Server- und Desktopsysteme bereitgestellt. Mit diesem Portfolio beabsichtigt Red Hat, die Anforderungen eines Großteils des IT-Markts für Unternehmen zu erfüllen und gleichzeitig die Realisierung der Virtualisierung voranzutreiben und zu erleichtern. Zum Produktsortiment von Red Hat Enterprise Virtualization gehören unter anderem:

  • Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Server
  • Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Desktops
  • Red Hat Enterprise Virtualization Hypervisor
  • Red Hat Enterprise Linux
  • Red Hat Enterprise Linux Advanced Platform

Red Hat Enterprise Linux beabsichtigt, ausgehend von seinen Erfolgen im Bereich Virtualisierung in den vergangenen beiden Jahren, neue Produkte für die Anforderungen neuer Märkte bereitzustellen.

Worin unterscheidet sich diese Ankündigung von früheren Ankündigungen?

Diese Ankündigung von Red Hat ist eine logische Konsequenz früherer Ankündigungen zum Thema Virtualisierung und früherer Produkteinführungen. Im März 2007 wurde Red Hat Enterprise Linux 5 auf dem Markt eingeführt. Das Produkt bietet unter anderem eine vollständig integrierte Virtualisierung und wurde zwischenzeitlich von zahlreichen Kunden implementiert. Diese Ankündigung stellt den nächsten Schritt bei der Open-Source-Virtualisierung dar: verbesserte Technologie, verbesserte Verwaltungsmöglichkeiten und neue Lösungen.

Wir haben Technologien aus unserer ursprünglichen Virtualisierungsplattform mit Technologien, die wir im Rahmen der Qumranet-Akquisition im September 2008 erworben haben, sowie mit Komponenten aus unseren Cloud- und Open-Source-oVirt-Projekten integriert.

Wie funktionieren die Red Hat Enterprise Virtualization Hypervisor-Produkte? Für welche Kunden und Verwendungszwecke sind sie vorgesehen?

Red Hat wird die Hypervisor-Technik in zwei Varianten anbieten:

  • Integriert in die marktführende Red Hat Enterprise Linux-Produktfamilie (einschließlich Advanced Platform). Dabei handelt es sich zwar lediglich um eine Weiterentwicklung des vorhandenen Produktmodells, aber die Kunden kommen zusätzlich in den Genuss der neuesten Hypervisor-Technik der nächsten Generation. Diese für die Anwendungsbereitstellung auf Unternehmensebene sowie das Hosting virtueller Microsoft Windows und Linux-Servergäste konzipierte Betriebssystemumgebung bleibt auch weiterhin das Hauptprodukt von Red Hat.
  • Als neuer, leichtgewichtiger, platzsparender, leicht zu verwaltender, eigenständiger Hypervisor - Red Hat Enterprise Virtualization Hypervisor. Dieses Produkt ist ein schlanker Virtualisierungslayer, der in der Serverinfrastruktur eines Kunden bereitgestellt wird und zur Virtualisierung der Hardware-Computing-Ressourcen dient. Mit dieser standardisierten virtuellen Hardwareumgebung können Kunden standardisierte Betriebssystemgäste – Microsoft Windows oder Linux – einfach, schnell und mit einem Höchstmaß an Flexibilität bereitstellen.

Welche Position hat Red Hat im Virtualisierungsmarkt inne? Wie profitieren Kunden davon?

Der Virtualisierungsmarkt wird heute von VMware dominiert. Man geht davon aus, dass sich die kürzlich von Microsoft herausgegebene Hyper-V-Lösung zum Marktführer entwickeln dürfte. Das Open-Source-Entwicklungsmodell wiederum stellt seit zwei Jahren Virtualisierungstechnologien bereit.

Mit dieser Ankündigung läutet Red Hat eine neue Ära in der Open-Source-Virtualisierung ein, in der neue Kerntechnologien, neue Verwaltungsmöglichkeiten und neue VDI-Lösungen zum Tragen kommen. Die Red Hat Enterprise Virtualization-Lösungen bieten den Kunden genau wie andere Open-Source-Lösungen zahlreiche Vorteile wie kompromisslose Technologie, flexible Bereitstellung, Serviceleistungen der Spitzenklasse, Eliminierung von Lieferanten-Bindung sowie ein unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis.

Auf welchen Technologien basieren die neuen Lösungen?

Den Kern des Red Hat Enterprise Virtualization-Portfolios bilden die Technologien, die im Rahmen der Akquisition von Qumranet, Inc. im September 2008 von Red Hat erworben wurden. Diese Technologien werden in drei Bereiche unterteilt:

  • KVM Hypervisor. KVM ist der führende Open-Source-Hypervisor. Er besticht durch eine hohe Effizienz und ist eine Kernkomponente des Linux-Kernel. Besonders erwähnenswert ist, dass der KVM automatisch von allen anderen Linux-Entwicklungen profitiert. Neue Hardware, Sicherheits- und Leistungsfeatures sind beispielsweise sofort in virtualisierten Umgebungen verfügbar.
  • SPICE-Protokoll. SPICE ist ein hochleistungsfähiges Netzwerkprotokoll für den Einsatz in VDI-Implementierungen, das langsame, proprietäre Protokolle wie RDP und ICA ersetzt. Dank SPICE-basiertem VDI können Desktopbenutzer die gleiche Performance und Funktionsvielfalt wie traditionelle lokale Desktops in einer sicheren, zentral verwalteten Umgebung genießen.
  • Management-Infrastruktur. Die Qumranet-Technologien umfassen GUI-basierte Virtualisierungs-Managementfähigkeiten mit zahlreichen Features wie Ressourcenmanagement, Live-Migrationen, schnelle Bereitstellung usw.

Was ist Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Server?

Zu den Hauptkomponenten des Red Hat Enterprise Virtualization-Portfolios gehören die neuen Virtualisierungsmanagement-Produkte. Sie bieten modernstes Virtualisierungsmanagement selbst in sehr umfangreichen Implementierungen. Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Server beinhaltet:

  • Hohe Verfügbarkeit: Schnelles Konfigurieren von Gästen für Fehlertoleranz
  • Live-Migration: Verschieben virtueller Rechner zwischen physischen Hosts ohne Ausfälle
  • System-Scheduler: Erstellen von Richtlinien, um eine dynamische Abstimmung der Computing-Ressourcen zu gewährleisten
  • Strom-Sparer: Erstellen von Richtlinien, um Strom- und Kühlkosten zu sparen
  • Image Manager: Erstellen/Verwalten/Bereitstellen virtueller Rechner, Erstellen von Snapshots usw.
  • Speichervirtualisierung: Ständiger Zugriff auf gemeinsamen Speicherplatz von jedem Server aus
  • Bequeme Verwaltung von Tausenden von Servern

In welchem Bezug steht diese Ankündigung zu der kürzlich getroffenen Vereinbarung mit Microsoft?

Die beiden Ankündigungen ergänzen einander in vielen Punkten. Sie machen deutlich, dass Red Hat langfristige Pläne für die Bereitstellung marktführender Virtualisierungslösungen für eine heterogene Welt hegt. Red Hat-Kunden erwarten von der Open-Source-Virtualisierung richtungsweisende Fähigkeiten. Andererseits zeigt der Geschäftsalltag, dass Microsoft Windows- und Red Hat Enterprise-Virtualisierungslösungen problemlos kompatibel sein müssen. Die Ankündigungen spiegeln diese Realitäten wider.

Was geschieht mit dem aktuellen Xen-Hypervisor?

Zur Beantwortung dieser Frage wird auf zwei Tatsachen verwiesen:

  • Red Hat ist es ein Anliegen, seinen Kunden die beste verfügbare Technologie bereitzustellen. Die Entscheidung für Red Hat bedeutet eine Entscheidung für höchste Qualität.
  • Red Hat beabsichtigt, seiner Verpflichtung, die gegenwärtig ausgelieferten Produkte und Technologien zu unterstützen, weiterhin nachzukommen.

Red Hat Enterprise Linux 5 ist seit März 2007 erhältlich und bietet unter anderem eine auf dem Xen-Hypervisor basierende Virtualisierung. Zum damaligen Zeitpunkt entsprach dies dem Stand der Technik. Diese Technologie ist ausgereift und zuverlässig und wird heute von vielen Kunden erfolgreich eingesetzt. Red Hat wird Xen während der gesamten Lebensdauer der Red Hat Enterprise Linux 5-Familie (bis mindestens 2014) weiterhin unterstützen und aktualisieren.

Zwischenzeitlich hat der KVM-Hypervisor den Xen-Hypervisor überflügelt. Aus strategischer Sicht ist es daher empfehlenswert, uns bei der Weiterentwicklung unseres Virtualisierungsproduktportfolios künftig am KVM-Hypervisor zu orientieren.

Red Hat geht schon seit einiger Zeit davon aus, dass die Hypervisor-Technologie sich im Lauf der Jahre verändern wird, und hat aus diesem Grund von Anfang an libvirt in Red Hat Enterprise Linux integriert. Libvirt stellt eine isolierende Schnittstelle zwischen der zugrunde liegenden Hypervisor-Technologie und den Systemmanagement-Anwendungen der höheren Ebene bereit. Red Hat Enterprise Linux-Kunden können somit die beste verfügbare Virtualisierungstechnologie genießen, ohne ihre bestehenden Investitionen zu gefährden.

Was macht die Virtualisierungslösungen von Red Hat einzigartig?

Die Red Hat Enterprise Virtualization-Lösungen sind vor allem aus zwei Gründen einzigartig:

1) Sie sind in vielen Implementierungen einsetzbar, die von VDI-Desktops für Endbenutzer in Unternehmen (Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Desktops), über High-End-Unternehmensserver für Unternehmensanwendungen (Red Hat Enterprise Linux), bis hin zur vollständig virtualisierten Computing-Infrastruktur für Windows und Linux (Red Hat Enterprise Virtualization Hypervisor) reichen. Alle Produkte bauen auf einem gemeinsamen Kern auf und sind überaus kompatibel. Beispielsweise lässt sich eine Anwendungs- oder Hardwareplattform-Zertifizierung auf alle Produkte gleich anwenden. Dies trägt zu einer Senkung der Bereitstellungs- und Verwaltungskosten bei.

2) Sie sind vollständig Open-Source und bieten daher branchenführende technische Fähigkeiten. Beispiel:

  • Die Red Hat-Virtualisierung beschränkt den Speicherplatz, Cores oder andere Eigenschaften der physischen Hardware in virtuellen Rechnern nicht. Hierin unterscheiden sich die Red Hat-Lösungen von Lösungen anderer Anbieter, die die zugrunde liegende Hardware nicht vollständig ausnutzen können.
  • Die Red Hat-Virtualisierung bietet bei der Verwaltung zahlreicher virtueller Server eine unschlagbare Skalierbarkeit.
  • Die Red Hat-Virtualisierung bietet Features wie Live-Migration und Ressourcenmanagement (das dynamische Hinzufügen/Entfernen von Computing-Ressourcen wie CPUs/Speicher) als Standard.
  • Red Hat Enterprise Linux liefert einen einzigartigen "Hybrid"-Modus, mit dessen Hilfe Unternehmensanwendungen und virtuelle Server gleichzeitig gehostet werden können. Dieser Modus erleichtert ganz besonders den Übergang vom nicht virtuellen zum virtuellen Betrieb.
  • Die Red Hat Enterprise Linux-Virtualisierung kann optional mit Red Hat-Produkten erweitert werden, die die Sicherheit und Überwachung verbessern und zeitkritische Prozesse ermöglichen.
  • Red Hat kombiniert die Desktop-Virtualisierung mit der Server-Virtualisierung und verringert damit den Personalaufwand bei der Verwaltung der Desktops und Server erheblich.

Was passiert mit Red Hat Enterprise Linux Advanced Platform, wenn die neuen Produkte verfügbar werden?

Red Hat Enterprise Linux Advanced Platform ist das überaus erfolgreiche Betriebssystemprodukt von Red Hat. Es wird seit März 2007 mit integrierter Virtualisierungstechnologie ausgeliefert. Advanced Plattform ist dem Red Hat Enterprise Linux-Basisprodukt übergeordnet und wird weiter als Hauptbetriebssystem im Produktportfolio angeboten.

Wann sind die Produkte erhältlich?

Die Red Hat Enterprise Virtualization-Produkte werden in den nächsten drei bis 18 Monaten nach und nach verfügbar gemacht.